Unser Refugio

 

Wie alles begann

Im Jahre 1999 habe ich, Susanne Flierl, meine Finca in Südspanien gekauft. Der Plan war, meine Immobilie als Gäste-Finca auszubauen. Es lief auch alles gut an und wir – das sind Marina Lennartsson aus Schweden und ich, Susanne Flierl, aus Bayern/Deutschland – durften einige Gäste beherbergen, die bei uns ihren Urlaub verbrachten. Im Laufe der Zeit mussten wir aber feststellen, dass unsere neue Wahlheimat zwar landschaftlich und klimatechnisch wunderbar ist, aber im gleichen Zug das Elend der Hunde in dieser touristisch verhältnismäßig unerschlossenen Gegend, wirklich erschreckend ist! So konnten wir uns dem Elend der unzähligen ausgesetzten Straßen Hunde nicht verschließen. So wurde von Jahr zu Jahr immer weniger an meinem Lebenstraum der Gäste-Finca gebaut, sondern es flossen alle Ressourcen wie unsere Zeit, die finanziellen Mittel usw. in den Bau der Zwinger-Anlagen und die Versorgung der Hunde. Dies führte unweigerlich dazu, dass unsere Urlaubsgäste weg blieben weil wir keine Zeit mehr hatten, alles voranzubringen und unter einem Hut zu bringen. Wir haben immer noch Gäste, allerdings sind fast alle unserer Gäste auch mit dem Tierschutz-Virus infiziert.

 

Unsere Art des Tierschutzes

Unser Hunde suchen wir nicht, viele werden uns über das Tor geworfen, am Tor angebunden oder einfach auf der Straße vor dem Tor aus dem Auto geworfen. Sie begegnen uns auch auf den Straßen, ausgesetzt an Tankstellen oder Verkehrsinseln, oder angefahren und mit schwersten Verletzungen am Straßenrand liegend. Wir betreiben keinen selektiven Tierschutz, so dass wir auch einige Angsthunde, die oft durch Gewalteinwirkung von Menschen teilweise traumatisiert sind, unter unseren Schützlingen haben, die wir meistens mit Lebendfallen einfangen müssen. Angsthunde brauchen oft Jahre, bis sie wieder stabil sind, bei anderen schaffen wir es leider nicht so gut. So gewähren wir vielen Hunden das Gnadenbrot bei uns. Ebenso nehmen wir auch Hunde mit Krankheiten, alte Hunde und weniger hübsche Hunde (liegt natürlich immer im Auge des Betrachters) auf und auch Hunde, deren Rassen (Listenhunde) nicht mehr gewünscht und gewollt sind. Wir nehmen uns auch der unzähligen Wachhunde an, meist sind das Deutsche Schäferhunde oder Mastinos, die ihr Dasein an der Kette fristen müssen, um irgendetwas (oft eine alte Ruine oder wertloses Baumaterial/Schutt) zu bewachen. Werden sie nicht mehr gebraucht, ist ihr schlimmes Schicksal besiegelt. Entweder werden diese Hunde dann auf der Straße entsorgt, indem man sie mit dem Auto in eine andere Stadt fährt, oder – wie leider auch schon oft erlebt – einfach nicht mehr getränkt und gefüttert. Dann erledigt sich das „Problem“ von selbst. Hündinnen werden an der Kette gedeckt und somit gezwungen, ihre Welpen in der prallen Sonne – ohne Unterstand – zu werfen.

Für uns persönlich ist es sehr, sehr schlimm, dass gerade diese Art von Hunden so überhaupt keine Lobby haben im Tierschutz. Obgleich es uns schon einige Male gelang, einen ehemaligen Kettenhund als wirklich liebevollen Familienhund zu vermitteln. Das Feedback, welches wir erhalten, ist durchwegs positiv. Wir beherbergen auch einige Jagdhunde wie Galgos, Podencos, Deutsch Kurzhaar und Pointer, die nach der Jagdsaison inzwischen nicht mehr immer, aber dennoch oft auf grausamste Weise „entsorgt“ werden, weil sie den Erwartungen ihres Jägers als „Sportgerät“ bei der Hasenjagd nicht entsprechen konnten.

Alle von uns aufgenommenen Hunde werden sofort nach der Ankunft bei uns, tiermedizinisch untersucht und behandelt. Nachdem wir die Hunde stabilisieren konnten, werde alle erwachsenen Hunde kastriert. Alle im Refugio befindlichen Hunde sind gechipt, geimpft, entwurmt, entfloht und haben einen Bluttest auf Mittelmeerkrankheiten gemacht. Alles wird in einem EU-Impfausweis dokumentiert. Somit wären unsere Hunde, sofort ausreisefertig. Ganz stolz können wir belegen, dass es bei uns noch nie einen „Vermehrungsunfall“ gab, weil wir das Leiden der ungewollten Hunde auf keinen Fall auch noch selbst vergrößern wollen.

 

Anerkennung als Refugio

Seit Juni 2012 besitzen wir die staatliche Anerkennung als Refugio Nucleos Zoologicos Nr. 300242640072 (Tierheim). Finanziert haben wir bis 2013 alles aus eigenen finanziellen Mitteln. Dann im Jahre 2013 haben wir unseren deutschen Verein „Grenzenlos für Tiere ohne Lobby e. V.“ gegründet. Unser Verein besitzt die Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

 

Unsere Partner

Unsere Hunde vermitteln wir meist über das Internet-Portal www.tiervermittlung.de oder über unsere Partner-Vereine:

 

 

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